Anders sehen lernen – Kulturelle Gewissheiten in der Bildungsarbeit reflektieren
Kulturelle Selbstverständlichkeiten erkennen und pädagogische Situationen differenzierter beurteilen.
- Zielgruppe
- Pädagogische Fachkräfte
- Dauer
- 3–4 UE (135–180 Minuten)
- Ort / Format
- Online oder in Präsenz
Worum geht es?
Was im Unterricht, Seminar oder Beratungsgespräch als normal, angemessen oder selbstverständlich gilt, ist oft von kulturellen und institutionellen Erfahrungen geprägt. Solche unausgesprochenen Erwartungen beeinflussen, wie pädagogische Fachkräfte Verhalten deuten, Leistungen bewerten und auf Konflikte reagieren. Die Fortbildung macht diese kulturellen Skripte sichtbar und fragt, wo sie professionelles Handeln erleichtern – und wo sie zu vorschnellen Zuschreibungen führen. Anhand konkreter Fälle untersuchen die Teilnehmenden, wie Irritationen entstehen, welche Rolle Macht und institutionelle Routinen spielen und wie sich Unvertrautheit, Missverständnisse und tatsächliche Grenzverletzungen voneinander unterscheiden lassen. Kurze Übungen und Perspektivwechsel laden dazu ein, eigene Normalitätsvorstellungen zu prüfen, ohne jede Differenz zu kulturalisieren.
Leitfragen
Wie prägen kulturelle Skripte unsere Urteile? Wie unterscheiden wir Missverständnisse von Grenzverletzungen?
Für wen?
Für Lehrende, pädagogische Fachkräfte und Mitarbeitende in Bildungs- und Beratungseinrichtungen.
Was nehmen Sie mit?
Sie reflektieren eigene Normalitätsvorstellungen und gewinnen Impulse für eine Bildungsarbeit, die Erwartungen transparent macht, Unterschiede ernst nimmt und Konflikte respektvoll bearbeitet.
Format und Rahmen
Fortbildung. Planungsrahmen: 3–4 UE (135–180 Minuten). Online oder in Präsenz nach Absprache. Inhalt, Methoden und Schwerpunkt werden an Zielgruppe, Vorwissen und Anlass angepasst. Eigene Fragen und Erfahrungen können in das gemeinsame Gespräch einfließen. Ein abweichender zeitlicher Rahmen ist nach Vereinbarung möglich.